Eine optimale Sterilgut-Aufbereitung verlangt nach einem präzisen Qualitäts­management

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EINE KETTE IST SO STARK WIE IHR SCHWÄCHSTES GLIED

DAHER MUSS JEDER SCHRITT DEN ANFORDERUNGEN ENTSPRECHEN

Eine optimale Sterilgut-Aufbereitung erfordert mehr. Sie verlangt nach einem präzisen Qualitätsmanagement, in dem jeder einzelne Schritt von der Annahme des benutzten Sterilgutes bis hin zu seinem sterilen Sollzustand genaustens berücksichtigt und durchgeführt werden muss. Die Grundlage hierfür ist die Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV). Doch im Alltag muss der tägliche Umgang mit Sterilgut möglichst reibungslos und unkompliziert verlaufen. Hier finden Sie die wichtigsten Punkte eines guten Ablaufs.

Annahme des benutzten Sterilgutes
Im ersten Schritt wird das Sterilgut vorbereitet, in dem es gesammelt, geprüft, gegebenenfalls zerlegt und vorgereinigt wird. Ob das Sterilgut für die gewählte Aufbereitungsart geeignet ist, muss beim Hersteller erfragt werden. Ebenso ist ein sicherer, beschädigungsfreier und zügiger Transport des benutzten Sterilgutes in geschlossenen Behältern Voraussetzung.

Sortierung
Es erfolgt die richtige Sortierung der Medizinprodukte nach der jeweils vorgeschriebenen Aufbereitungsart:

unkritisch -> Desinfektion
semi-kritisch -> Desinfektion / Sterilisation
kritisch -> Sterilisation

Reinigung & Desinfektion
Um eine hohe Sterilisationsleistung zu erzielen, ist eine wirksame Reinigung notwendig. Die Zugänglichkeit aller äußeren und inneren Flächen muss dabei gewährleistet sein. Dabei ist die maschinelle Reinigung und Desinfektion in Thermo-Desinfektoren nach Empfehlung des Robert Koch Instituts einer manuellen Behandlung immer vorzuziehen. Bei der Spülung und Trocknung muss darauf geachtet werden, dass keine Restbestände von Reinigungsmitteln auf dem Sterilgut verbleiben. Zu beachten ist auch, dass nur trockene Medizinprodukte für die Sterilisation geeignet sind.

Kontrolle
Anschließend muss das Material auf Sauberkeit, Funktion und Unversehrtheit geprüft werden.

Verpackung & Kennzeichnung
Eine normgerechte Verpackung sowie deren Kennzeichnung mit Angaben zur durchführenden Person, Chargennummer, Sterilisationsdatum, Ablaufdatum, eventuell der Sterilisatornummer sowie Bezeichnung von Produkt/ Set sind die Voraussetzungen für eine ordnungsgemäße „Freigabe“. Als Verpackung eignet sich dabei Klarsichtverpackung aus Papier/ Folie, wie z.B. stericlin®, bzw. eine dampfdurchlässige Containerverpackung.

Serilisation inklusive Prozessaufzeichnung
Eine Sterilisation muss zwingend nach dem jeweils geeigneten und validierten Verfahren durchgeführt werden. Als Voraussetzung dafür müssen die eingesetzten Sterilisatoren nicht nur die aktuellen Normen erfüllen, der Erfolg der Sterilisation muss auch stets nachvollziehbar sein. Der Verlauf der Sterilisation muss daher protokolliert und archiviert werden. Zum Beispiel mit einem Drucker, auf digitalen Speichermedien oder einer geeigneten Software. Um sicher zu stellen, dass der Sterilisator wirksam arbeitet, muss dieser nicht nur einer täglichen Routineprüfung unterzogen werden, es muss zudem bei jedem Lauf eine Chargenkontrolle mit einem geeigneten Verfahren stattfinden, welches bereits bei der Validierung festgelegt wurde.

Freigabe & Dokumentation
Mit der Freigabe endet die erfolgreiche Aufbereitung von Medizinprodukten und darf nur von qualifizierten Personen erfolgen. Hierbei sind folgende Punkte zu beachten:

Überprüfung sowie Dokumentation
• des vollständigen und korrekten Prozessverlaufs
• der Verpackung auf Unversehrtheit & Trockenheit
• der Kennzeichnung
• der akzeptablen Indikatorresultate